Wir schreiben unsere Geschichte weiter

Mit dem Humanistischen Institut für Bildungs-, Organisations- & Gesellschaftswandel

Wie es zum HIBOG kam

Unsere heutige Arbeit ist aus praktischer Bildungsarbeit entstanden – nicht aus einem theoretischen Konzept am Reißbrett.

Zwischen 2020 und 2024 stand die Initiative Human Education im Zentrum. Ausgangspunkt war die Frage, wie mentale Gesundheit und professionelles Wohlbefinden im Bildungssystem nicht als Randthema, sondern als pädagogischer Kern verstanden werden können. In der Ausbildung angehender Erzieherinnen und Erzieher wurde mentale Gesundheit bewusst als Lern- und Entwicklungsauftrag aufgegriffen – verbunden mit der Überzeugung, dass pädagogische Haltung immer auch Selbstführung voraussetzt.

Aus dieser Phase gingen verschiedene Formate hervor: Schulvorträge, digitale Impulse und öffentliche Beiträge, die mehrere Tausend Menschen erreichten. Sie dienten nicht der Selbstdarstellung, sondern der fachlichen Auseinandersetzung mit einer einfachen, aber grundlegenden Frage: Was brauchen junge Menschen – und was brauchen die, die sie begleiten?

Die Arbeit im bestehenden System machte zugleich dessen strukturelle Grenzen sichtbar. Bildungsinstitutionen sind historisch stark ordnungs- und regelorientiert organisiert. Der Versuch, mentale Gesundheit als prioritäres Prinzip zu verankern, stieß daher auch auf Widerstände. Diese Erfahrungen waren kein Scheitern, sondern ein Lernprozess. Sie führten zur Klärung, dass nachhaltige Veränderung nicht allein innerhalb bestehender Strukturen möglich ist, sondern neue organisatorische Formen benötigt.

Aus dieser Klärung entstand schrittweise der heutige Ansatz. Die inhaltlichen Grundlagen wurden weiterentwickelt, gebündelt und schließlich im E-Book (2024) systematisiert. Parallel dazu verlagerte sich der Fokus: von der punktuellen Intervention hin zum Aufbau selbstlernender, lebendiger Organisationsformen.

Seit nunmehr mehreren Jahren entsteht so eine kontinuierliche Entwicklungslinie – von der pädagogischen Praxis über öffentliche Bildungsimpulse bis hin zur konzeptionellen Ausarbeitung der heutigen Mission 2035.

Unsere Institutsgeschichte steht damit für einen Weg, der nicht gradlinig war, sondern durch Erfahrung, Reflexion und Neuausrichtung gewachsen ist. Für Lehrkräfte und pädagogische Fachpersonen, die selbst an strukturelle Grenzen stoßen, kann dies ein ermutigender Hinweis sein: Professionelle Entwicklung bedeutet nicht, ohne Widerstände zu arbeiten, sondern aus ihnen Klarheit zu gewinnen.

Die heutige Arbeit knüpft an diese Erfahrungen an. Sie versteht Bildung als Raum für Selbstführung, Verantwortung und Menschlichkeit – und entwickelt daraus tragfähige Strukturen für Organisationen, die Lernen als fortlaufenden Prozess begreifen.

10.000+

20+

Jahre Erfahrung

erreichte Menschen während der Pandemiezeit

40+

gehaltene Vorträge in Deuschland

Es ist ein kurioses Paradoxon, dass ich mich, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin, verändern kann

Carl Rogers

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